Unreine Haut und Akne behandeln

Akne effektiv behandeln

Akne ist sehr weit verbreitet und die am häufigsten gestellte Diagnose bei Hautärzten. Wir zeigen Ihnen, welche Arten von Akne es gibt, welche Ursachen diese haben und wie Sie diese effektiv behandeln.

Die verschiedenen Arten von Akne

Akne vulgaris

  • Akne comedonica: Ist die leichteste Form, zeigt sich durch entzündete Mitesser
  • Akne papulopustulosa: Mittelschwere Form mit gereizten Pickeln und Entzündungen.
  • Akne conglobata: Ist die schwerste Stufe. Knoten, Abszesse und Fisteln führen zur Narbenbildung.

Mädchen in der Pubertät
Im ersten Schritt sollten Sie die Art Ihrer Akne identifizieren.

Akne im Erwachsenenalter

Nicht nur in der Pubertät tritt Akne auf. Auch über 30 Jahre können Sie noch mit dieser Hauterscheinung zu kämpfen haben. Akne inversa ist eine chronische Akneform, die schubweise auftritt. Die Symptome sind hier stärker ausgeprägt und zeigen sich oft an den Achseln und Leisten.

Bei der Mallorca Akne entstehen nach einem Sonnenbad kleine Pickel auf der Haut. Hautreaktionen entstehen durch das Zusammenwirken von UV-Strahlen mit fetthaltigen Sonnenschutzprodukten.

Frau Sonnenbad
Selbst über 30 können Sie noch unter Akne leiden.

Anzeichen und Symptome von Akne

Bevor Sie sich für eine nicht medikamentöse Behandlung entscheiden, sollten zunächst die problematischen Symptome festgestellt werden. Produkte für unreine Haut, zu Akne neigende Haut und für leichte bis mittelschwere Akne wirken in der Regel gegen einen oder mehrere der vier Faktoren, die der Hauterkrankung zugeschrieben werden.

4 Faktoren der Hautkrankheit

  • Die Talgproduktion wird verringert und so die Seborrhö reguliert.
  • Die Abschuppung wird gefördert, um die Hyperkeratose zu reduzieren.
  • Bakterielle Infektionen durch eine mikrobielle Besiedelung werden bekämpft.
  • Auch Entzündungen werden gelindert. Dadurch klingen Pickel, Papeln und Pusteln ab.

Frau mit Akne
Was bei Akne in der Haut vor sich geht.

Auslöser und Ursachen von Akne

Unreine und zu Akne neigende Haut ist eine häufige Hauterkrankung, die üblicherweise in der Pubertät beginnt, wenn sich der Hormonhaushalt der Jungen und Mädchen umstellt. Androgene (Sexualhormone) regen die Talgdrüsen an, mehr Talg als nötig zu bilden (Seborrhö). Die Seborrhö selbst kann auch die normale Abschuppung stören.

Wenn in der Haut überschüssiger Talg gebildet wird und abgestorbene Hautzellen in nicht ausreichendem Maße abgestoßen werden, können Talg und Hautzellen im Haarfollikel eine Art Pfropfen bilden. Dieser dehnt die Follikelwand und ein weißer Mitesser entsteht. Wenn der Pfropfen oben offen ist, kann er eine dunkle Färbung annehmen.

Hormone

Obwohl Akne in erster Linie bei Jugendlichen auftritt, sind auch besonders Frauen betroffen, die bei einer Schwangerschaft, während des Menstruationszyklus oder infolge einer Hormonstörung, wie PCO, Hormonveränderungen erleben.

Junge Frau mit Akne
Vor allem Jugendliche sind von Akne betroffen

Bakterien

Zu Akne neigende Haut ist durch die übermäßige Talgabsonderung meist fettig. Es kommt daher häufiger zu einer bakteriellen Überbesiedelung der normalerweise harmlosen Bakterien auf der Haut. Diese verursachen an den vergrößerten Talgdrüsen Irritationen und Entzündungen.

Genetik

Es gibt Hinweise, dass die genetische Veranlagung einen großen Anteil an der Entwicklung einer Akne hat. Litten beide Eltern in ihrer Jugend an Akne, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ihre Kinder auch eine unreine Haut entwickeln werden. Ebenso tritt bei den Kindern erwachsener Betroffener eine Spätakne häufiger auf.

Frau mit Tochter
Eine Veranlagung zu Akne ist vererbbar.

Übertriebene Hygiene

Übermäßiges Waschen für zu Akne neigende Haut ist schädlicher, als zu seltenes Waschen. Denn die Reizungen können sich durch häufiges Rubbeln verstärken. Achten Sie daher darauf, Ihre Haut nicht mit Cremes und anderen Produkten zu überpflegen.

Frau wäscht Gesicht
Übertriebenes Waschen kann Akne verschlimmern.

Zusatzfaktoren der zu Akne neigenden Haut

Obwohl die Hauptursachen der zu Akne neigenden Haut vorwiegend hormonell oder genetisch bedingt sind, gibt es noch weitere Faktoren, die nachweislich die Symptome verschlimmern können.

  • eine Ernährung mit einer hohen Menge bestimmter Kohlenhydrate
  • übermäßiger Verzehr von Milch und Milchprodukten
  • Rauchen
  • UV-Strahlung
  • schwere oder komedogene Hautpflegeprodukte und Make-up, das die Poren verstopfen kann
Frau trinkt Milch
Ein übermäßiger Milchgenuss verschlimmert Akne.

Tipps bei der Hautpflege bei Akne

Auch wenn es immer sinnvoll ist, sich auch schon bei ersten oder leichten Symptomen an einen Hautarzt zu wenden, damit sich der Hautzustand nicht verschlechtert, lohnt es sich bei der Hautpflege bestimmte Regeln zu beachten:

  • Mit lauwarmem Wasser und nicht mit sehr heißem oder kaltem Wasser waschen.
  • Nicht komedogenes Make-up verwenden.
  • Nur eine nicht komedogene Hautpflege verwenden.
  • Pickel in Ruhe lassen – durch „Knibbeln“ oder Drücken werden diese nur schlimmer.
Hautpflege bei Akne
Eine reinigende Pflegeroutine ist essentiell.

Behandlung von Akne ohne Arzneimittel

Inhaltsstoffe

Mittelschwere bis schwere Akne bedarf der medizinischen Behandlung durch einen Arzt oder Hautarzt, jedoch kann eine leichte Mitesserakne in der Regel ohne Arzneimittel behandelt werden. Apotheker bieten eine Reihe dermokosmetischer Produkte an. Unter anderem mit folgenden Inhaltsstoffen:

  • antibakterielle Wirkstoffe wie Decandiol töten Bakterien ab
  • Licochalcon A hemmt Entzündungen wirkungsvoll
  • Carnitin verringert die Talgbildung
  • Milchsäure fördert die Keratolyse
Reinigung von zu Akne neigender Haut
Bei Akne empfiehlt sich eine regelmäßige Reinigung.

Diese Produkte können auf alle betroffenen Stellen aufgetragen werden – im Gesicht, auf den Schultern, am Brustkorb und auf dem Rücken. Die Hautpflegeprodukte können auch begleitend zu den gängigen medikamentösen Behandlungen angewendet werden, um Nebenwirkungen wie trockener Haut oder Lichtempfindlichkeit entgegenzuwirken.

Die Wirksamkeit und Hautverträglichkeit der Pflegeserie Eucerin DERMOPURE wurde in klinischen Studien an Patienten mit zu Akne neigender Haut nachgewiesen.


Akne richtig abdecken

Neben den gängigen Aknecremes und Gelen zur Behandlung der Symptome sind auch Produkte erhältlich, die die sichtbaren Auswirkungen kaschieren. Mit nicht komedogenem Make-up können Unreinheiten abgedeckt werden. Es empfiehlt sich hier jedoch, das Make-up abends mit einem milden Reiniger zu entfernen. Auch Männer können kaschierendes Make-up verwenden, um Rötungen abzudecken und dem Teint einen gleichmäßigen Ton zu verleihen. Abdeckstifte eignen sich für kleine betroffene Stellen.

Frau deckt Pickel ab
Deckt sofort sichtbare Unreinheiten ab.

Behandlung von Akne mit Arzneimittel

Es gibt zwar kein Mittel, das Hautunreinheiten verschwinden lässt, doch stehen zur Behandlung der Symptome medikamentöse und nicht medikamentöse Aknetherapien zur Verfügung. Die medikamentösen Therapien empfehlen sich in der Regel bei den schwereren Formen einer Akne oder wenn die nicht medikamentösen Alternativen nicht ausreichen.

Medikamente zur Aknebehandlung

  • Topische Retinoide wie Tretinoin und Adapalen. Topische Retinoide wirken einer Verhornungsstörung entgegen und hemmen Entzündungen, sodass sie bei einer Mitesser- oder entzündlichen Akne in Frage kommen.
  • Benzoylperoxid beugt der Verstopfung der Haarfollikel durch abgestorbene Hautzellen vor und tötet zugleich die Bakterien ab, die Entzündungen verursachen.
  • Topische Antibiotika töten die Bakterien auf der Haut, die verstopfte Haarfollikel infizieren können, ab. Diese sollten immer mit Benzoylperoxid kombiniert werden, um der Bildung von resistenten Bakterien vorzubeugen.
  • Azelainsäure wird häufig als alternative Therapie verschrieben, wenn Patienten bei Benzoylperoxid oder topischen Retinoiden Nebenwirkungen haben. Sie tötet Bakterien ab und fördert die Abstoßung abgestorbener Hautzellen.
  • Oral eingenommene Medikamente wie Antibiotika, Isotretinoin und Antiandrogene wirken entzündungshemmend und erfolgt nach starken Richtlinien.

Diese medikamentöse Behandlung von Akne wird vom Hautarzt je nach Schwere der Symptome und Eignung der Präparate entweder als einzelne Wirkstoffe oder als Wirkstoffkombination verschrieben.

Die Behandlung von Akne mit Medikamenten erfolgt dabei nach strengen internationalen Richtlinien, mit denen sichergestellt wird, dass alle Ärzte bzw. Dermatologen die gleichen Behandlungsmaßstäbe anlegen. In den Richtlinien sind die verschiedenen Hauttypen, Alternativen und auch das Geschlecht berücksichtigt.

In der Regel schlägt eine Behandlung nach vier bis acht Wochen an, manchmal jedoch auch erst nach drei Monaten. Gelegentlich kann sich die Symptomatik anfangs zunächst sogar verschlechtern. Patienten sind daher oft schnell entmutigt und beenden die Therapie. Sie sollten jedoch durchhalten und die tägliche Pflege beibehalten, auch wenn sich nicht sofort eine Verbesserung einstellt.

Therapiebegleitende Feuchtigkeitspflege

Medikamente können Nebenwirkungen haben. So zum Beispiel trockene Haut oder Lichtempfindlichkeit. Diesen Symptomen kann mit einer therapiebegleitenden Pflege für zu Akne neigende Haut entgegengewirkt werden. Probieren Sie zum Beispiel die Eucerin DERMOPURE Therapiebegleitende Feuchtigkeitspflege. Diese kann zusätzlich zu den gängigen Aknetherapien verwendet werden, um ausgetrocknete Haut intensiv mit Feuchtigkeit zu pflegen und zu beruhigen.

Dermopure Feuchtigkeitspflege
DERMOPURE therapiebegleitende Feuchtigkeitspflege.

Behandlung und Therapie

Kleine Narben verschwinden mit der Zeit von selbst. In schweren Fällen können allerdings sichtbare Narben zurückbleiben. Hier gibt es folgende Möglichkeiten der Behandlung und Therapie, die Sie bei Ihrem Arzt ansprechen können.

So wird Akne behandelt

  1. Chemische Peelings: In leichteren Fällen kann bei Narben ein Peeling helfen, das Fruchtsäure enthält, die die Haut glättet und strafft.
  2. Behandlung mit Laser: Ein Laserstrahl dringt in tiefe Hautschichten vor und regt die Kollagenbildung an. Kollagen ist zuständig für die Regeneration der Hautzellen.
  3. Kortisonsalben: Das menschliche Nebennierenrinden-Hormon kann bei allergischen und entzündlichen Hauterkrankungen helfen.

Chemisches Peeling Akne
Chemische Peelings verbessern das Hautbild.

Die besten Hausmittel gegen Akne

Echte Kamille

Die echte Kamille enthält ätherische Öle, die antibakteriell wirken. Die innere Anwendung ist vor allem bei Magenbeschwerden interessant, wohingegen die äußere Anwendung bei Hautentzündungen wie Akne empfohlen wird. Neben verschiedenen Cremes lässt sich der Tee oder reines Kamillenöl als Mittel gegen Akne nutzen. Bei Letzterem sollten Sie allerdings vorsichtig sein und nichts in die Augen geraten lassen.

Frau trinkt einen Kamille-Tee
Kamille kann Entzündungen lindern.

Bierhefe

Bierhefe unterstützt die Haut bei der Aufnahme von Sauerstoff und wirkt bei der Entgiftung des Gewebes tatkräftig mit. Haut, die zu wenig Sauerstoff enthält, wirkt grau und müde. Durch einen kräftigen Sauerstoffschub, den die Hefe einleiten kann, werden die müden Hautzellen wieder aufgepeppt. Im Kampf gegen unreine Haut, Pickel und Mitesser werden von der Kosmetikindustrie zahlreiche Cremes und Lotionen mit Hefe angeboten.

Teebaumöl als Geheimwaffe

Vor allem bei Pickeln, entzündlichen Hautproblemen und Akne hilft Teebaumöl, die Beschwerden zu lindern und die Ursachen zu bekämpfen. Es wirkt antibakteriell und gleichzeitig hautregenerierend. Besonders bei schlecht heilenden Wunden fördert es den Heilungsprozess, ohne das gesunde Hautgewebe zu belasten.

Frau reinigt Haut mit Wattestäbchen
Teebaumöl wirkt hautregenerierend.

Heilerde

Auch Heilerde wird häufig gegen Akne angewendet. Sie nimmt überschüssigen Talg, Schmutz und Bakterien von der Hautoberfläche ab. Gegen wirklich hartnäckige Pickel hilft Heilerde zwar eher weniger, kann das Hautbild aber generell verbessern. Heilerde ist auch in vielen Kosmetika enthalten und verleiht der Haut ein frisches Aussehen. Wenn zusätzlich auch noch positive Effekte gegen Akne zu verzeichnen sind, lohnt sich ein Versuch.

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