Heilkräuter Wirkung

Heilkräuter Wirkung Für eine makellose Haut

Heilkräuter sind für ihre positive Wirkung auf unsere Gesundheit bekannt. Erfahren Sie alles über die Anwendung traditioneller Heilpflanzen und was Sie dabei beachten müssen.

Die Wirkung von Heilkräutern

Bereits seit tausenden Jahren sind Heilpflanzen und Heilkräuter für ihre Wirkung bekannt. So wurden schon damals verschiedene Pulver und Pasten aus getrockneten Pflanzen und Gräsern sowie Rinden, Harzen und Früchten zur Behandlung verschiedener Krankheiten verwendet.

Welche Wirkung Heilpflanzen entfalten, hängt von ihrem Wirkstoffgehalt ab. Dieser wird von dem Ort, der Beschaffenheit des Bodens, dem Klima und der Sonne beeinflusst. Auch die Ernte, die Trocknung und die Lagerung der Pflanzen spielen eine Rolle.

Die 10 bekanntesten Heilkräuter

  1. Der Baldrian wird aufgrund seiner schlaffördernden und beruhigenden Wirkung verwendet. Die Heilpflanze sorgt für innere Ruhe, Gelassenheit und Entspannung im Körper.
  2. Eine der bekanntesten Heilpflanzen ist die Kamille. Sie wird vor allem für ihre antientzündlichen und antibakteriellen Eigenschaften geschätzt. Es kann sowohl äußerlich als auch innerlich verwendet und zur Behandlung von Schleimhäuten genutzt werden.
  3. Die Anwendungsgebiete der Brennnessel sind vielfältig. Arthrose, Arthritis, Prostatabeschwerden und Blasenprobleme werden gelindert sowie entzündliche Darmerkrankungen positiv beeinflusst.
  4. Johanniskraut gilt als bestes pflanzliches Mittel gegen Despressionen. Die beruhigende, entspannende Wirkung von Johanniskraut hilft auch gegen Schlafstörungen.
  5. Ähnlich wie die Brennnessel wirkt der Löwenzahn harntreibend und eignet sich daher sehr gut zur Behandlung von Harnwegsinfekten. Darüber hinaus hat er antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften, die zur Heilung von Wunden und entzündeten Hautstellen beitragen.
  6. Der Mönchspfeffer ist die Pflanze gegen Frauenbeschwerden nahezu jeder Art. Ob prämenstruelles Syndrom, Brustempfindlichkeit, Menstruationsstörungen oder schmerzhafte Monatsblutungen: Der Mönchspfeffer gilt seit Jahrtausenden als natürlicher Helfer für all diese Beschwerden.
  7. Salbei wird häufig bei Erkältungen eingesetzt. Es ist eine Heilpflanze mit starker antibakterieller, pilzfeindlicher, zusammenziehender und schweißhemmender Wirkung. So wirkt es gegen Heiserkeit und Halsschmerzen und findet sich darum häufig in Halsschmerztabletten.
  8. Das ätherische Öl der Pfefferminze hat viele heilende Wirkungen. Sie hilft sowohl bei Beschwerden des Magen-Darm-Trakts und Bauchkrämpfen als auch bei Kopfschmerzen und Erkrankungen der oberen Atemwege.
  9. Rosmarin wirkt anregend auf die Durchblutung und den Kreislauf. Daher kann es Müdigkeit reduzieren und Verspannungen lösen. Auch Magen-Darm-Beschwerden wird bei der Einnahme vorgebeugt.
  10. Bei Husten, akuter Bronchitis und Nasennebenhöhlenentzündung kommt Eukalyptus zum Einsatz. Bei Erkältungen bietet sich ein Balsam an, den man auf die Brust reibt. Das regt die Durchblutung an und kann verstopfte Atemwege befreien.

Heilpflanzen aus dem eigenem Heim

Heilkräuter selber anbauen

 Viele Beschwerden lassen sich wirksam mit Heilpflanzen lindern. Statt sie in der Apotheke zu kaufen, kann man sie auch im eigenen Garten oder am Balkon anpflanzen.

Die meisten Heilpflanzen mögen sandige, nährstoffarme Böden. Das gilt vor allem für Pflanzen aus dem Mittelmeerraum wie Salbei, Lavendel oder Thymian. Die Erde sollte locker und luftdurchlässig sein. Viele Heilkräuter benötigen zudem nur wenig Dünger und kommen im Hochsommer auch einige Tage ohne Gießen aus.

Eine natürliche Apotheke direkt im Garten.

Birke, Melisse und Huflattich sind reich an Kalzium, das sich positiv auf den Knochenbau auswirkt. In Brennnessel, Löwenzahn und Thymian ist extra viel Eisen enthalten. Spitzwegerich weist einen sehr hohen Anteil an Zink auf, das generell zur Wundheilung dient.

Zudem können Sie in jedem Heilpflanzen-Garten auch die klassischen Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Zitronenmelisse, Rosmarin und Pfefferminze anbauen. Diese enthalten ebenfalls eine heilkräftige Wirkung.

Auch Wermut, Bärlauch und Zwiebel haben eine besonders starke Wirkung auf die Organe, die in der körpereigenen Entgiftung eine wichtige Rolle spielen.

Heilende Gewürze für die Küche

Gewürze werden längst nicht nur wegen ihres Geschmacks und ihres Aromas in der Küche eingesetzt, denn ihre Wirkstoffe sorgen auch für Bekömmlichkeit oder regen den Magen-Darm-Trakt an.

Eine hervorragende, heilende Wirkung haben die Blätter und Samen der Korianderpflanze. Koriander verfügt über eine Vielzahl an Inhaltsstoffen, wie zum Beispiel ätherische Öle, Gerbstoffe, Linalool und Vitamin C.

Gesunde Gewürze entfalten eine heilende Wirkung.

Besonders bei Beschwerden im Magen-Darm-Trakt wird Kreuzkümmel als Gewürz-Heilmittel eingesetzt. Durch sein ätherisches Öl Cuminaldehyd regt er die Bildung von Verdauungssäften an.

Die Muskatnuss, die botanisch ein Samenkern ist, besitzt eine Fülle an gesundheitsfördernden Stoffen. Unter medizinischem Aspekt wirkt Muskat als Gewürz-Heilmittel im Verdauungstrakt.

Das am besten erforschte Gewürz-Heilmittel ist Ingwer. Es ist reich an hochwertigen Inhaltsstoffen wie Kalium, Phosphor, Magnesium oder Eisen. Sein hoher Gehalt an antioxidantem Glutathion hilft bei der Genesung von Erkältungen.

Ein weiteres Gewürz mit gesundheitsfördernder Wirkung ist Kurkuma. Die antioxidative Wirkung von Kurkuma wird speziell bei Entzündungskrankheiten wie Gelenkschmerzen oder Arthrose genutzt. Weiters ist dieses Gewürz-Heilmittel bei Gefäßerkrankungen, erhöhten Blutfettwerten und Magenbeschwerden einsetzbar.

Die Nebenwirkungen von Heilkräutern

Auch Heilpflanzen haben Nebenwirkungen. Die natürlichen Wirkstoffe können unter Umständen Beschwerden hervorrufen, die die Wirkung von Medikamenten negativ beeinflussen. Dies kann unter anderem abhängig von der Dosierung sowie der Art und der Häufigkeit der Anwendung sein.

Sie sollten auch im Hinterkopf behalten, dass sich viele Heilpflanzen nicht zur Daueranwendung eignen. So schwächt der Sonnenhut zum Beispiel das Immunsystem, wenn Sie ihn über längere Zeit einnehmen. Oder Schafgarbentee, der den Blutdruck senkt und die Verdauung unterstützt, kann geringe Mengen giftiges Thujon enthalten. Er sollte deswegen nicht in starker Dosierung über einen längeren Zeitraum getrunken werden.

Ein weiteres typisches Beispiel ist der Fingerhut. Dieser hat eine positive Wirkung auf die Herzfunktion, wenn Digitalin aus der Pflanze extrahiert wird. Allerdings kann die Einnahme eines Teils der Pflanze Übelkeit und Erbrechen verursachen.

Das Johanniskraut ist als Stimmungsaufheller bekannt. Doch als Stimmungsmacher wirkt es erst nach drei bis vier Wochen. Kombiniert man Johanniskraut mit Medikamenten wie Aids-Medikamente, Herztabletten, blutverdünnten oder immunstärkenden Medikamenten und der Anti-Baby-Pille, können diese ihre Wirkung verlieren.

Bei Verstauchungen und Blutergüssen kann Arnika schmerzlindernd und entzündungshemmend wirken. Doch Arnika darf nicht direkt auf die Verletzung beziehungsweise Haut geschmiert werden. Denn bei geschädigter Haut, offenen Wunden oder bei zu langer Anwendung sind Bläschenbildung oder Ekzeme nicht auszuschließen.

Heilpflanzen für eine gesunde Haut

Heilpflanzen können mit unterschiedlichsten Mechanismen bei Hautproblemen und Hauterkrankungen helfen: Sie wirken entzündungshemmend, fördern die Wundheilung, lindern Juckreiz, beruhigen gereizte Haut und wirken kühlend. Darüber hinaus können Heilpflanzen auch die Schutzbarriere der Haut unterstützen und beispielsweise zur Pflege von trockener oder fettiger Haut eingesetzt werden.

Manche Kräuter sind sogar um ein Vielfaches wirksamer als handelsübliche Kosmetika. Ihre Wirkung beruht dabei auf den enthaltenen antibakteriellen und entzündungshemmenden ätherischen Ölen sowie adstringierenden Gerbstoffen.

Diese Heilpflanzen helfen bei Hautproblemen

  1. Aloe Vera hilft der Haut, sich zu regenerieren und Feuchtigkeit länger zu speichern. Das Gel ist daher besonders gut für trockene Haut geeignet. Auch bei Neurodermitis, Schuppenflechte, Ekzemen oder Hautunreinheiten kann Aloe Vera helfen. Die kühlende Wirkung des Gels verschafft außerdem Linderung bei Sonnenbrand und Insektenstichen.
  2. Die Hamamelis hat aufgrund ihrer vielen Gerbstoffe eine entzündungshemmende Wirkung. Die Heilpflanze wird in zahlreichen Cremes und Salben zur Wundbehandlung, aber auch bei Ekzemen, Neurodermitis und Schuppenflechte verwendet. Zudem mindert Hamamelis die Talgproduktion der Haut und verfeinert die Poren.
  3. Die leuchtend gelben Blüten des Johanniskrauts werden gepflückt und in Öl eingelegt. Danach färbt sich dieses rot und nimmt die Wirkstoffe der Heilpflanze in sich auf. Das Öl hat eine beruhigende Wirkung auf die Haut und hemmt Entzündungen sowie Bakterien. Auch spröde, rissige Haut, Narbengewebe und leichte Verbrennungen können damit behandelt werden.
  4. Zistrose ist eine Heilpflanze aus dem Mittelmeerraum. Die Extrakte daraus haben eine desinfizierende, hautberuhigende Wirkung und sind daher besonders gut für empfindliche, unreine Haut geeignet.
  5. Die Kamille pflegt Haut, die aus dem Gleichgewicht geraten ist, und sorgt dafür, dass gereizte Haut wieder glatt und rosig wird. Besonders empfindliche, trockene Haut wird mit Kamille sanft gepflegt und mit Feuchtigkeit versorgt.
  6. Die Arnika-Blume wächst bevorzugt in höheren Lagen und steht unter Naturschutz. Besonders die Blüte der leuchtend gelben Blume steckt voller ätherischer Öle. Diese haben eine wohltuende, glättende Wirkung auf strapazierte, trockene Haut.
  7. Salbei ist reich an Gerbstoffen und ätherischen Ölen. Durch seine zusammenziehende, desinfizierende Wirkung verengt der Salbei die Poren und sorgt so für ein feineres Hautbild. Durch die entzündungshemmende Wirkung werden außerdem Pickel und Mitesser bekämpft.
  8. Das Extrakt, das aus den Blättern des Ginkgo-Baumes gewonnen wird, wird häufig für die Hautpflege verwendet. Es strafft die Haut und beugt somit Faltenbildung vor. Zudem fördert die Heilpflanze die Zellerneuerung sowie Durchblutung und verleiht der Haut ein strahlendes, frisches Aussehen.

Schönheitsrezepte mit Heilkräutern

Waschcreme

  • Rühren Sie 40g grünen Lehm und 20g Mandelmehl mit gefiltertem Tee (Salbei oder Thymian) zu einer cremigen Paste an.
  • Füllen Sie die Paste in einen Tiegel ab und bewahren diese im Kühlschrank auf.
  • Tragen Sie die Paste auf Ihr Gesicht auf, lassen sie kurz einwirken und waschen sie anschließend lauwarm ab.

Tägliche Gesichtsreinigung und Revitalisierung.

Gesichtswasser

  • Vermengen Sie 1 EL Thymian (getrocknetes Kraut), 1 EL Salbei und 1 EL Kamillenblüten mit 40% Alkohol, bis die Pflanzenteile bedeckt sind.
  • Lassen Sie das Gemisch drei Wochen ziehen und filten es anschließend ab.
  • Vermischen Sie das Gemisch 1:1 mit Rosenhydrolat und geben 10 Tropfen Propolistinktur hinzu.
  • Diese Maske eignet sich gut zur Behandlung von Hautunreinheiten sowie starker Akne.

Morgens und abends nach der Reinigung verwenden.

Das Sammeln von Kräutern sollte nur dann erfolgen, wenn Sie wirklich wissen, was Sie sammeln. Wer sich nicht auskennt, verwechselt möglicherweise ähnlich aussehende Kräuter oder verwendet die falschen Teile einer Pflanze. Zudem gibt es durchaus Heilpflanzen, die giftige Doppelgänger haben.

Darüber hinaus können Kräuter am Rande gedüngter oder gespritzter Wiesen mit Schadstoffen belastet sein. Sie sollten daher lieber auf getrocknete Kräuter und Tinkturen aus der Apotheke zurückgreifen. Der Apotheker informiert Sie gerne über mögliche Risiken.

Neben Heilkräuter können auch Gesichtsmasken zu einer schönen und makellosen Haut beitragen. Sie sind einfach zum Selbermachen und ein beliebter Beauty-Tipp bei unreiner Haut.

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