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Juckende Haut – Was hilft gegen Juckreiz auf der Haut?

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Zusammenfassung

Juckende Haut kann von lokal auftretenden leichten Missempfindungen bis hin zu dauerhaftem, quälendem Juckreiz am ganzen Körper von Mensch zu Mensch ganz unterschiedlich auftreten. Häufig sind die Auslöser für juckende Haut harmlos, zum Beispiel bei Trockenheit oder empfindlicher Haut. Besteht hingegen über einen längeren Zeitraum ein intensiver Juckreiz, kann dies auf eine Haut- oder systemische Erkrankung oder eine Infektion hindeuten. Hier erfahren Sie alles über mögliche Ursachen von Juckreiz und wie Sie die Symptome behandeln und Beschwerden lindern können.

Was ist Juckreiz?

Juckreiz entsteht durch eine starke Erregung von Nervenendigungen in der Haut.

Juckreiz (med.: Pruritus) ist in erster Linie ein Symptom, das auf der Haut am Körper sowie an den Schleimhäuten auftreten kann. Die Haut ist unser größtes Organ und leitet Reize von außen an das zentrale Nervensystem weiter. Dazu gehören neben Temperaturwahrnehmung und Schmerzempfinden auch das Gefühl von Juckreiz. Bei der Weiterleitung der Reize sind sogenannte C-Nervenfasern beteiligt. Diese liegen in der Haut zwischen Epidermis und Dermis und sind für die Signalübertragung von Reizen zuständig.

Zu diesen gehören:

  • direkte Reize
    o mechanische Reize und
    o thermische Reize
  • indirekte Reize
    o Mediatorsubstanzen (zum Beispiel Histamin oder Prostaglandine)
     

Hauptquelle für das Histamin sind die Mastzellen, die besonders durch Antikörper vom IgE-Typ (Immunglobulin E) stimuliert werden. Diese werden von den weißen Blutkörperchen (Lymphozyten) vor allem infolge einer allergischen Reaktion gebildet.
Ist die Information „Juckreiz“ an das zentrale Nervensystem und damit auch ins Gehirn weitergeleitet, wird ein Kratzreflex ausgelöst. Das Kratzen ersetzt den Juckreiz durch Schmerz, da schmerzleitende Nervenbahnen schneller an das Gehirn leiten. Klingt der Schmerz jedoch wieder ab, kommt der Juckreiz zurück, was den sogenannten „Juck-Kratz-Kreislauf“ anstößt.

 

Wie äußert sich Juckreiz

Juckreiz kann die unterschiedlichsten Ursachen haben.

Unser Körper kann Juckreiz auf unterschiedliche Art wahrnehmen – zwischen angenehmem Kitzeln und einem extrem unangenehmen, schmerzähnlichen Gefühl ist alles möglich. Letzteres wird vor allem von Patienten mit Neurodermitis und anderen juckenden Hauterkrankungen (z.B. Schuppenflechte / Psoriasis) oft beschrieben. Von Juckreiz Betroffene berichten außerdem, dass die Symptome gerade nachts vermehrt an den Beinen, den Armen oder aber am ganzen Körper auftreten. Dabei kann häufig kein konkreter Auslöser gefunden werden. Experten vergleichen dieses Phänomen mit dem Schmerzgedächtnis, das auf ähnliche Weise funktioniert.


Dr. Simone Presto, Eucerin Medical Management weiß: „Juckreiz ist auch für Psoriasis-Patienten das unangenehmste Symptom der Erkrankung, noch vor Rötung und Schuppung.“*

*Quelle: 5. Hamburger Dermakonsil, November 2019

 

Welche Ursachen gibt es für juckende Haut?

Juckreiz kann viele Auslöser haben und sowohl in einem bestimmten Bereich als auch am ganzen Körper auftreten.

Für Hautjucken gibt es viele verschiedene Ursachen. Manchmal ist das Symptom eindeutig mit einem bestimmten Auslöser verknüpft. Meistens jedoch kann die Ursache nicht so einfach festgestellt werden. Am häufigsten liegt dem Juckreiz eine physische Ursache zugrunde. Aber auch psychische Faktoren sowie äußere Einflüsse können juckende Haut verursachen. Die Empfindung kann sowohl den ganzen Körper betreffen, als auch lokal begrenzt sein. Oftmals kommen weitere Symptomen wie Bläschen, Quaddeln, Rötungen oder extreme Hauttrockenheit hinzu.

Schon der Gedanke an etwas "Juckendes" kann das Gefühl von Juckreiz hervorrufen.

„Phantom“-Juckreiz
Einer der harmlosesten Gründe für akut auftretenden Juckreiz ist eine Art Kettenreaktion. Genau wie bei anderen Dingen (zum Beispiel beim Gähnen oder Ins-Gesicht-fassen) kann auch Juckreiz „übertragen“. Das Gefühl von juckender Haut wird von sogenannten Spiegelneuronen in unserem Gehirn erzeugt, wenn wir sehen, wie sich jemand kratzt oder wir uns mit dem Thema befassen, zum Beispiel, wenn wir erfahren, dass es in unserer Umgebung einen Milben- oder Läusebefall gibt.

 
Frau schnäutzt sich
Allergien können neben Juckreiz auch eine Schwellung der Schleimhäute und Schnupfen auslösen.

Allergien
Bei einer Allergie werden im Körper Abwehrmechanismen aktiviert – er setzt Histamine frei, welche dann typische Symptome wie Schwellung der Schleimhäute, Heuschnupfen, Ausschlag und Juckreiz auslösen. Je nach Art der Allergie müssen die Symptome unterschiedlich behandelt werden.
Bei Verdacht auf eine Allergie sollten Sie bei einem Facharzt einen Allergietest durchführen lassen. So lassen sich allergieauslösende Stoffe determinieren und meiden, was im besten Fall Symptome wie Juckreiz verhindern kann.

 

Neurodermitis löst einen starken Juckreiz und damit einen Kratzreflex aus, der nur schwer unterdrückt werden kann.

Neurodermitis
Juckreiz ist ein Leitsymptom der chronisch entzündlichen Hauterkrankung Neurodermitis. Die mit der Krankheit einhergehende Hauttrockenheit und gestörte Hautschutzbarriere verstärken das Hautjucken zusätzlich. Besonders bei Kindern und Babys entsteht schnell ein Juck-Kratz-Kreislauf: Durch die mechanische Reizung werden Entzündungsmediatoren in der Haut freigesetzt, was wiederum den Juckreiz verstärkt. Außerdem erhöht das Aufkratzen der Haut das Infektionsrisiko.

 
Bei Schuppenflechte treten gerötete, juckende Plaques auf, die zu Schuppung neigen.

Schuppenflechte (Psoriasis)
Psoriasis ist, genau wie Neurodermitis, eine entzündliche Hauterkrankung. Grund für die Erkrankung ist ein Defekt bei der Zellerneuerung in der Epidermis. Am schwersten betroffen sind meist Hautareale, die zu Trockenheit neigen, zum Beispiel Ellenbögen, Unterarme, Schienbeine, Knie, Hände und Fingerknöchel.  Auch das Gesicht kann betroffen sein.

 

Internistische und Stoffwechselerkrankungen
Juckende Haut kann in seltenen Fällen auf eine internistische Erkrankung hinweisen. So kann Hautjuckreiz zum Beispiel ein Begleitsymptom bei Leber- oder Nierenerkrankungen auftreten. Auch Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus, manche Infektionskrankheiten (wie etwa HIV-Infektionen) und sogar einige Tumoren können mit starkem Juckreiz einhergehen, wobei in diesen Fällen meist keine sichtbaren Hautveränderungen zu beobachten sind.

Stress und Druck können Juckreiz als psychosomatisches Symptom auslösen

Psychische Ursachen
Stress kann ebenfalls ein Auslöser für juckende Haut sein. Psychischer Druck steigert oft das Gefühl von Nervosität. Das innere Gleichgewicht wird gestört und der Körper reagiert mit Missempfindungen wie Jucken.

 

Weitere Auslöser für Juckreiz

  • Rasur, z.B. an den Beinen, im Gesicht oder am Kopf
  • Einige Medikamente
  • Klima- und Umweltfaktoren
  • trockene Heizungsluft im Winter
  • zu häufiges Waschen
  • aggressive Reinigungs- und Waschmittel
  • Insektenstiche
  • Altersbedingte Trockenheit
 

Achtung: Hält Juckreiz über mehrere Wochen an, breitet sich aus oder treten weitere Symptome wie sichtbare Hautveränderungen, Müdigkeitsgefühl, Fieber oder Kreislaufbeschwerden auf, sollten Sie einen (Fach-)Arzt aufsuchen. Dieser kann die Symptome einschätzen und eine entsprechende Behandlung verordnen. Aufgrund diverser Risiken, die mit anhaltendem Juckreiz verbunden sind, ist es wichtig, häufig auftretenden Juckreiz frühzeitig zu behandeln.

Empfohlene Pflegeprodukte

Eincremen mit Bodylotion
Eine juckreizlindernde Pflege sollte beruhigende Wirkstoffe enthalten und regelmäßig angewendet werden.

Für die Pflege juckender Haut ist es wichtig, Cremes und Lotionen zu wählen, die viel Feuchtigkeit spenden und die Haut beruhigen. Auch Spezialpflege für besonders trockene Stellen kann durchaus hilfreich sein, Spannungsgefühl und Juckreiz zu mindern. Nach dem Duschen oder Baden sind die Hautporen offen und nehmen Feuchtigkeit besonders gut auf. Dann sollten Sie Körper und Gesicht mit milden Pflegeprodukten eincremen, die die Regeneration der Haut fördern und sie bei der Aufrechterhaltung der natürlichen Schutzbarriere unterstützen. Eucerin bietet medizinische Hautpflegeprodukte mit juckreizlindernden und feuchtigkeitsspendenden Wirkstoffen.

Gut zu wissen: Verzichten Sie bei der täglichen Hautpflege und -reinigung möglichst auf Produkte mit Duft-, Konservierungs- oder Farbstoffen. Verwenden Sie stattdessen lieber ph-hautneutrale Produkte, z.B. die pH5 Waschlotion.

Eucerin Pflegewirkstoffe gegen juckende Haut

  • Menthoxypropandiol
    Menthoxypropandiol (MPD), ein Mentholderivat, wirkt nachweislich kühlend auf die Haut. Bei In-vitro-Studien konnte eine Aktivierung des Kälterezeptors durch MDP festgestellt werden. Dieser befindet sich auf den Nervenendigungen der Haut. Das ausgelöste Kälteempfinden wirkt dem Juckreiz am sensorischen Ursprung entgegen und verschafft auf diese Weise Linderung.
  • Polidocanol
    Polidocanol ist ein Pflegewirkstoff, der erwiesenermaßen die Haut beruhigt und Juckreiz lindert.
  • SymSitive®
    Der Pflegewirkstoff SymSitive® (eingetragene Marke der Symrise AG, Deutschland) erhöht die Toleranzschwelle empfindlicher Haut, sodass Irritationen weniger stark wahrgenommen werden. Missempfindungen werden sofort und langanhaltend beruhigt.
  • Licochalcone A
    Licochalcone A ist ein natürlicher aktiver Inhaltsstoff aus der Süßholzwurzel. Seine entzündungshemmenden Eigenschaften reduzieren Rötungen sichtbar.
  • Urea
    Urea (Harnstoff) ist ein hauteigener Wirkstoff, der Feuchtigkeit in der Haut bindet und so Austrocknung vorbeugt.
     

Die richtige Hautpflege bei Juckreiz

Je nach Körperregion und Beschwerden sollten Sie Ihre Hautpflege auf die jeweiligen Bedürfnisse abstimmen.

Trockene, juckende Haut im Gesicht benötigt täglich eine intensive Feuchtigkeitspflege.

Pflege für Hautjucken im Gesicht
Für besonders trockene und empfindliche Gesichtshaut empfehlen wir unsere Lipo-Balance Gesichtspflege. Sie regt den Aufbau hauteigener Lipide an und stärkt so die Hautbarriere. Die Haut wird spürbar geschmeidiger und weicher. Sehr trockene, juckende Gesichtshaut benötigt eine Spezialpflege. Die AtopiControl GESICHTSCREME  stärkt rissige Gesichtshaut und beruhigt Hautreizungen. Sie spendet Feuchtigkeit, reduziert Rötungen und glättet raue Haut. Spannungsgefühle und Juckreiz werden nachhaltig gelindert. 
Tipp: Verwenden Sie die Creme direkt nach der Dusche, wenn die Haut die Wirkstoffe optimal aufnimmt. 

 

Das Eucerin AtopiControl ANTI-JUCKREIZ SPRAY verschafft sofortige Linderung bei akuten Juckreizschüben.

Pflege bei akutem Juckreiz am Körper
Für den Notfall können Sie spezielle juckreizlindernde Präparate wie das Eucerin AtopiControl ANTI-JUCKREIZ SPRAY. Einmal aufgesprüht lindert es Juckreiz binnen 60 Sekunden und beruhigt die Haut bis zu 6 Stunden. Das Spray wirkt kühlend und erfrischend, ohne ein klebriges oder fettiges Gefühl zu hinterlassen und ist auch für Kinder ab 3 Jahren geeignet.

 
Bei sehr empfindlicher Haut kann Juckreiz auch ohne sichtbaren Auslöser auftreten.

Pflege für empfindliche, juckende Haut am Körper
Menschen mit sehr empfindlicher Körperhaut leiden oft unter Missempfindungen wie Brennen, Stechen oder Juckreiz. Oft ist die Hautschutzbarriere geschwächt, wodurch sie eher zu Irritationen neigt. Eine gute Empfehlung ist hier die Eucerin UltraSENSITIVE Pflegeserie.

 
Bei juckender Kopfhaut treten oft Schuppen auf. Mit einem Anti-Schuppen-Shampoo lassen sich diese gut bekämpfen.

Pflege trockener, juckender Kopfhaut
Trockene Kopfhaut neigt oft zu Schuppenbildung und Juckreiz. Eucerin hat Shampoos und Tonika mit besonders milden Formeln entwickelt, die Juckreiz und Schuppen effektiv bekämpfen. Der enthaltene Wirkstoff Polidocanol beruhigt gereizte Kopfhaut und lindert Juckreiz spürbar. Das Eucerin DermoCapillaire KOPFHAUTBERUHIGENDES UREA SHAMPOO enthält außerdem den natürlichen Feuchthaltefaktor (NMF) Urea, welcher der Kopfhaut Feuchtigkeit spendet. Gegen trockene Schuppen hilft das Eucerin DermoCapillaire ANTI-SCHUPPEN CREME SHAMPOO.

 

5 Tipps: Was hilft gegen Juckreiz am ganzen Körper?

Durch Kratzen wird die Hautbarriere beschädigt.

Tipp 1: Nicht kratzen!
Kratzen verstärkt den Juckreiz, wodurch ein Teufelskreis entsteht. Bei aufgekratzten Stellen am Körper können außerdem Erreger in die Wunden gelangen, was Infektionsrisiken mit sich bringt. Kratzen sollte daher möglichst vermieden werden. 

 

Kühlen mit einem Eisbeutel
Mit Kühlpads und feuchten Umschlägen kann Juckreiz gelindert werden. Bedenken Sie dabei, dass Wasser die Haut eher austrocknet und versuchen Sie es mit kühlenden Creme-Umschlägen.

Tipp 2: Gereizte Haut kühlen
Kühlen ist ein effektives Mittel, um sich bei juckender Haut vorübergehend Erleichterung zu verschaffen. Dafür eignen sich Kühlbeutel oder feuchte Umschläge.
Tipp: Bewahren Sie Pflegeprodukte einfach im Kühlschrank auf.

 

Tipp 3: Angenehmes Klima im Schlafzimmer
Das Schlafzimmer sollte nicht zu stark geheizt und zwei bis drei Mal täglich gründlich gelüftet werden, um ein zu trockenes Klima zu vermeiden. Verzichten Sie außerdem auf dicke Bettdecken.

 
Halten Sie Ihr Kind mit Spielen oder einem „Kratzbär“ vom Kratzen ab.

Tipp 4: Ablenkung schaffen
Stress und andere psychische Faktoren können Juckreiz verstärken. Gerade bei Kindern ist eine Ablenkung vom Juckreiz hilfreich: Versuchen Sie es mit Spielen und körperlichen Aktivitäten. Manchmal hilft es auch, wenn Kinder anstelle der eigenen Haut das Fell eines Kuscheltiers kratzen können.

 

Tipp 5: Entspannung fördern
Entspannungsmethoden wie Yoga oder Meditation erleichtern den Umgang mit Stress und psychischen Problemen. Beruhigende, zentrierende Atemübungen lassen sich gut in den Alltag integrieren und können dabei helfen, dass akute Juckreizschübe weniger stark wahrgenommen oder sogar verhindert werden.

 

 Weitere Maßnahmen, die bei juckender Haut helfen

  • Verzichten Sie möglichst auf Kaffee, Alkohol, scharfes Essen, und histaminreiche Lebensmittel
  • Tragen Sie luftdurchlässige und bequeme Kleidung
  • Nehmen Sie regelmäßig und ausreichend Flüssigkeit zu sich (mind. 1,5 – 2 Liter täglich)
  • Vermeiden Sie zu lange und heiße Bäder oder Duschgänge – besser: mit lauwarmem Wasser kurz duschen
  • Aufstellen eines Raumbefeuchters in der Heizperiode
  • Gegen nächtliches Kratzen können Sie zum Schlafen dünne Baumwollhandschuhe tragen.
 

 

Unsere Werte

Pioniere der Hautpflege

Wir liefern einen ganzheitlichen dermo-kosmetischen Ansatz um Ihre Haut zu schützen und sie gesund und strahlend zu erhalten.

Von Hautärzten empfohlen

Wir arbeiten mit führenden Dermatologen und Apotheken rund um die Welt zusammen, um innovative, effektive und vertrauenswürdige Hautpflegeprodukte herzustellen.

Der Innovation verpflichtet

Seit über 100 Jahren verschreiben wir uns der Forschung und Innovation sowie der Kreation von aktiven Inhaltsstoffe und Formeln mit hoher Verträglichkeit.

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