Chemische Peelings

Was ist ein chemisches Peeling und was kann es wirklich? Wie funktioniert es genau? Und können Sie bereits mit wenigen Behandlungen spürbare Ergebnisse erzielen? Erfahren Sie das Wichtigste über die grundlegenden Elemente dieser revitalisierenden Peelings und worauf Sie dabei ganz besonders achten sollten!

Was ist ein chemisches Peeling?

Bei einem chemischen Peeling wird eine säurehaltige Substanz auf die Haut aufgetragen, um die sonnenbelastete Haut und verdickte Hautoberfläche zu entschuppen. Ziel dabei ist, die Kollagenproduktion für eine straffere Haut anzuregen. Wer chirurgische Eingriffe, Injektionen oder langwierige Lasertherapien zur Bekämpfung von Falten oder Akne vermeiden möchte, kann seine Haut durch ein chemisches Peeling nachhaltig verbessern. Allerdings kann eine solche Behandlung sehr kostenintensiv sein.

Ein chemisches Peeling eignet sich jedoch hervorragend zur Behandlung der Haut im Gesicht, am Hals, am Handrücken oder im Dekolleté-Bereich. Es ist in seiner Anwendung stärker als herkömmliche Peelings aus der Drogerie und reinigt die Haut porentief. Sowohl die Hautelastizität als auch die Porenqualität können damit positiv beeinflusst werden. Das Hautbild wird durch das chemische Peeling nachhaltig verbessert. Die Pigmentierung erscheint regelmäßiger und die Haut wirkt frischer.

Besonders eignet sich ein chemisches Peeling zur:

  • Korrektur von Narben im Gesicht
  • Straffung und Glättung der obersten Hautschicht
  • Grundlegenden Verbesserung des Erscheinungsbildes der Haut
  • Entfernung von Falten, Verfärbungen oder Pigmentflecken

Wie funktioniert es?

Die Anwendung eines chemischen Peelings ist fast immer dieselbe, ganz gleich, welche Substanzen angewendet werden. Um die Haut optimal auf das chemische Peeling einzustellen, bereiten Sie Ihre Haut zu Hause mit einer fruchtsäurehaltigen Creme etwa 10 Tage vor. Rund zwei Wochen vor der tatsächlichen Behandlung verschreibt Ihnen der Arzt eine täglich zu verwendende Prä-Peel Creme, die sowohl bleichende als auch exfoliative Bestandteile enthält. Damit kann das chemische Peeling tiefer in die Hautschichten vordringen. Unmittelbar vor der Behandlung wird die Haut gereinigt und entfettet. In weiterer Folge werden dann entweder AHA, TCA oder Phenol auf die Haut aufgetragen. Die Haut beginnt sich mit der Zeit langsam abzuschälen. Das Empfinden ähnelt dem eines leichten bis starken Sonnenbrands. Nachdem sich die Haut abgeschält hat, wird durch den Heilungsprozess die Kollagenbildung angeregt. Die dadurch neu gebildete Haut wirkt straffer, ebenmäßiger und glatter.

Art, Stärke und die Anzahl der anschließenden Peelingbehandlungen richten sich dabei nach Ihrem Hautbild und dem erwünschten Ergebnis. Bei manchen Patienten sind bereits nach einer Behandlung Resultate sichtbar. Generell braucht man jedoch drei bis sechs Behandlungen für ein deutliches Ergebnis. Die Peelings sollten in zwei bis dreiwöchigen Abständen erfolgen. Der Effekt hält je nach Art der Behandlung bis zu einigen Jahren an. Chemische Peelings können problemlos immer wieder angewendet werden. Im Anschluss an die Behandlung empfehlen wir eine therapiebegleitende Feuchtigkeitspflege, um Hautirritationen und Rötungen zu beruhigen. Darüber hinaus gibt es noch weitere aktive Hautberuhiger für empfindliche Haut.

Wer führt chemische Peelings durch?

Chemische Peelings werden unter anderem von medizinischen Kosmetikern in speziellen Kliniken und Einrichtungen angeboten, aber auch von Dermatologen selbst durchgeführt. Informieren Sie sich vorab über die Qualität der jeweiligen Spezialisten, um unerwünschten Ergebnissen vorzubeugen.

Arzt und chemisches Peeling

Welche Arten gibt es?

Grundsätzlich wird zwischen leichten, oberflächlichen Peelings sowie mittleren bis tiefgreifenden Peelings unterschieden. Mit oberflächlichen Peelings erzielen Sie eine geringere Verbesserung als mit einem mittelstarken oder tiefgreifenden Peeling. Alternativ zu chemischen Peelings gibt es noch eine Vielzahl milder Waschpeelings wie etwa das DERMOPURE Waschpeeling von EUCERIN. Es öffnet die Poren sanft mit Milchsäure und verfeinert die Hautstruktur.

Frau mit Gesichtsmaske

Chemische Peelings sind wie folgt zu unterscheiden:

  • Leichte chemische Peelings mit Alpha-Hydoxysäure (AHA): Je nach Konzentration können diese Peelings oberflächlich (20% Glykolsäure) sein. Dermatologen verwenden allerdings meist Peelings mit einer höheren Konzentration (mehr als 30% Glykolsäure). Hierbei handelt es sich jedoch um kein medizinisches Verfahren. Somit fällt es auch nicht unter medizinische Rechtsvorschriften und Bestimmungen. Chemische Peelings dieser Art sind ideal zur Verbesserung der Hautbeschaffenheit und stimulieren die Kollagenproduktion. Außerdem werden dadurch braune Flecken sowie kleine Aknenarben vermindert.
  • Mittlere chemische Peelings mit Trichloressigsäure (TCA): Behandlungen mit Trichloressigsäure dürfen nur von Ärzten angewendet werden. Mit dem etwas stärkeren TCA-Peeling können oberflächliche Narben und feine Fältchen geglättet, Hautpigmentierungen erhellt und sonnenbedingte Zellschäden vermindert werden. Je nach Hautzustand verwendet man Peelings mit 15%, 25% sowie 25% TCA.
  • Tiefe chemische Peelings mit Phenol: Das tiefe chemische Peeling ist das stärkste und aggressivste chemische Peeling, das Sie anwenden lassen können. Das Besondere an einem Phenol Tiefenpeeling ist die Erneuerung der elastischen und kollagenen Fasern in der Tiefe. Dabei erhält die Haut eine deutliche Verbesserung ihrer funktionellen Eigenschaften. Das Phenol Peeling ist einem chirurgischen Lifting ebenbürtig, wenn nicht gar deutlich überlegen. Der Vorteil daran ist, dass der natürliche Gesichtsausdruck erhalten bleibt.

Für wen sind sie geeignet?

Ein chemisches Peeling ist vor allem für Patienten mit einem hellen Teint ideal, die ein gleichmäßigeres Hautbild erlangen möchten. Grundsätzlich gibt es nur wenige Einschränkungen, die von einem Peeling ausschließen. Allerdings sollten chemische Peelings bei empfindlicher und zu Unverträglichkeiten neigender Haut nur nach Konsultation eines Dermatologen durchgeführt werden. Viele Tipps zu Hautproblemen und deren Symptome finden Sie in unserem Ratgeber.

Frau und Dermatologe

Vorsicht: Patienten mit Couperose sind für chemische Peelings ungeeignet, da durch die Fruchtsäure die Durchblutung eher verstärkt wird. Bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten, die Vitamin A enthalten, sollte nicht chemisch gepeelt werden. Auch manche Antibiotika können problematisch sein. Klären Sie chemische Peelings daher sicherheitshalber mit einem Dermatologen Ihres Vertrauens ab. Er weiß darüber Bescheid, ob ein Peeling für Sie in Frage kommt.

Welche Risiken können auftreten?

Obwohl die meisten chemischen Peelings in der Regel keiner Narkose bedürfen und nicht invasiv sind, sollten Sie diese nicht unterschätzen! Oberflächliche Peelings werden generell mit wenigen Risiken für Ihre Haut in Verbindung gebracht, leisten aber auch geringere, sichtbare Resultate.

Rötungen im Gesicht

Mittlere und tiefgreifende Peelings hingegen können Nebenwirkungen wie Hautrötungen, Schwellungen, schuppige Haut, Vernarbungen, Entzündungen, temporäre und permanente Hautverfärbungen sowie eine erhöhte Empfindlichkeit verursachen. Aus diesem Grund setzen Dermatologen auf Licht- oder Laserbehandlungen, um Komplikationen zu vermeiden.

Durch zu hohe Konzentration oder zu lange Einwirkzeit kann die Fruchtsäure auf der Haut zu Verätzungen mit Narbenbildung und Pigmentstörungen führen. Daher sollte man professionelle Peelings immer nur beim Dermatologen und einer medizinischen Kosmetikerin durchführen lassen.

Starke Rötungen und Reizungen sind nach einer Behandlung demnach nicht ungewöhnlich. Falls die Symptome aber übermäßig lange anhalten oder Ihnen starke Schmerzen bereiten, konsultieren Sie unbedingt Ihren Dermatologen.

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