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Frau mit Virtiligo

Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) – Ursachen und Behandlung

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Weiße Flecken auf der Haut können Hinweis auf die Hauterkrankung Vitiligo sein. Erfahre hier, wie du die Erkrankung erkennst, wieso sie auftritt und wie sie behandelt wird.

Was ist Vitiligo?

Vitiligo wird auch als Weißfleckenkrankheit bezeichnet. Es handelt sich um eine Hauterkrankung, die sich als Pigmentstörung äußert. Typisch sind scharf begrenzte weiße Flecken auf der Haut. Ansteckend ist Vitiligo nicht. Die ersten Vitiligo-Symptome zeigen sich meist bei jungen Menschen zwischen dem zehnten und dreißigsten Lebensjahr. Zwar ist die ungefährliche Hauterkrankung nicht heilbar, kann aber mit der richtigen Behandlung eingedämmt werden.

Vitiligo-Formen

Es gibt zwei Typen der Weißfleckenkrankheit:

1. Typ: Diese seltenere Form tritt häufig schon im Kindesalter auf und geht meist mit Neurodermitis einher. Typisch sind auch viele Muttermale und stellenweise graue Haare.

2. Typ: Die zweite Form von Vitiligo tritt nach der Pubertät auf. In diesem Fall geht die Erkrankung nicht mit Neurodermitis und grauen Haaren einher.

Zudem lässt sich die Weißfleckenkrankheit auch nach ihrer Ausprägung unterteilen: 

  • Bei der lokalen Vitiligo treten die weißen Hautflecken nur an vereinzelten Stellen auf.
  • Bei der generalisierten Form bilden sich großflächige Flecken. Zur generalisierten Vitiligo gehört außerdem die Unterform Vitiligo vulgaris.
  • Bei Vitiligo vulgaris handelt es sich um die häufigste Form der Weißfleckenkrankheit. Oft sind beide Körperhälften betroffen, dann liegt eine nicht-segmentale Ausbreitung vor (mehrere Hautstellen sind betroffen). Bei der segmentalen Ausbreitung treten die weißen Hautflecken nur auf einer Seite des Körpers auf. 
  • Bei der Vitiligo acrofacialis treten die weißen Flecken im Gesicht und an Händen und Füßen auf.
  • Sind mehr als 80% der Haut von der Pigmentstörung betroffen, wird diese Unterform der Weißfleckenkrankheit als Vitiligo generalis bezeichnet.
 

Vitiligo: Ursachen für die Hauterkrankung

Bei der Weißfleckenkrankheit greift das Immunsystem die Pigmentzellen (Melanozyten) an. Diese Zellen bilden das Hautpigment Melanin, das der Haut die Farbe verleiht. Nach aktuellem Forschungsstand wird Vitiligo als Autoimmunerkrankung eingeordnet. Die Ursache für diese Reaktion ist bisher unbekannt.
Vererbbar ist die Erkrankung nicht, jedoch gibt es eine genetische Disposition. Wenn die Veranlagung besteht, kann es also eher zu einem Ausbruch der Erkrankung kommen. Es gibt Faktoren (sogenannte Trigger), die symptomauslösend und -verstärkend wirken, dazu gehören Stress und Hautverletzungen (auch ein Sonnenbrand).
Häufig tritt Vitiligo zusammen mit anderen Erkrankungen wie Diabetes Mellitus Typ 1, Hashimoto-Thyreoiditis (eine autoimmune Schilddrüsenerkrankung) oder mit kreisrundem Haarausfall auf.

 

Symptome von Vitiligo: Anfangsstadium und Verlauf

Das Hauptsymptom bei Vitiligo ist das Auftreten von weißen Flecken (Depigmentierungen) oder hellen Flecken (Hypopigmentierungen) auf der Haut. Im Anfangsstadium der Erkrankung kann es zu Juckreiz kommen. Die Flecken sind einige Millimeter bis Zentimeter groß und von runder oder ovaler Form. Wenn mehrere Flecken nebeneinander auftreten, können sie ineinander übergehen und sogenannte Herde bilden. Im weiteren Verlauf der Erkrankung breiten sich die weißen Flecken weiter aus, können aber auch konstant ihre Größe behalten. Die Depigmentierungen können an jeder Körperstelle auftreten – die Erkrankung wird zum Beispiel im Gesicht, an den Händen, Ellbogen und Beinen sichtbar. Vitiligo im Intimbereich kommt ebenfalls vor. 

Die Weißfleckenkrankheit ist schmerzfrei und nicht ansteckend. Neben körperlichen sind auch mögliche psychische Symptome zu nennen: Die Entfärbungen der Haut können bei Betroffenen Scham auslösen und das Selbstwertgefühl mindern. Bei psychischen Belastungen kann eine entsprechende Psychotherapie Betroffene unterstützen. 

Wie erfolgt die Vitiligo-Diagnose?

Die erste Anlaufstelle ist in jedem Fall dein*e Dermatolog*in. Oft erkennen Fachleute die Hauterkrankung bereits anhand der charakteristischen Hautflecken. Um andere Hauterkrankungen wie Hautpilz auszuschließen, werden möglicherweise weitere Untersuchungen vorgenommen. Dazu wird beispielsweise eine Biopsie (Gewebeprobe) genommen. Außerdem sollten Patient*innen nach möglichen Auslösern (Verletzung, Stress) für die Hautveränderung gefragt werden. Ein weiteres Mittel zur Diagnosestellung ist die Untersuchung mit der Wood-Lampe. Diese gibt ultraviolettes Licht ab, wodurch die weißen Hautflecken hell aufleuchten.

Wie erfolgt die Vitiligo-Behandlung?

Heilbar ist die Erkrankung nicht, aber die Ausbreitung der weißen Flecken auf der Haut kann eingedämmt und kaschiert werden. 

So funktioniert die Behandlung von Vitiligo mit Medikamenten

Eine mögliche ärztlich verordnete Vitiligo-Behandlung ist die Anwendung topischer (äußerlich anzuwendender) Medikamente. Verschiedene Cremes und Salben mit immunschwächenden Inhaltsstoffen stehen dafür zur Verfügung. Oft handelt es sich dabei um Glukokortikoide und Capcipotriol. Da solche Immunsuppressiva das Immunsystem insgesamt schwächen, kommt diese Form der Vitiligo-Behandlung nicht für alle Patient*innen infrage.

Lichttherapie und P-UVA gegen Vitiligo

Die sogenannte Photo- oder Lichttherapie kann alternativ oder ergänzend zur Medikation eingesetzt werden. Hierbei wird durch gezieltes Bestrahlen der von Vitiligo betroffenen Hautareale das Wachstum neuer Pigmentzellen angeregt. 
Dazu leitet ein Gerät UVB-Strahlen in einer ganz bestimmten Wellenlänge in die Haut. Die Behandlung wird über mehrere Monate wiederholt.

Zu den neueren Entwicklungen in der Phototherapie gehört die Bestrahlung mit einem Xenon-Chlorid-Excimer-Laser. Er kommt neben Vitiligo auch bei Psoriasis (Schuppenflechte) zum Einsatz. Bei dieser Behandlungsform wird die Haut ebenfalls mit Licht bestrahlt, jedoch konzentriert sich die Behandlung durch einen gebündelten Lichtstrahl lediglich auf die betroffenen Hautstellen und spart angrenzende Regionen aus. So wird die umliegende Haut geschont und bildet nicht ebenfalls Pigmente.

Die sogenannte P-UVA (Psoralene und UV-Licht) ist eine weitere mögliche Therapieform, die mithilfe von Lichtenergie funktioniert. Patient*innen erhalten zunächst den Wirkstoff Psoralen in Form von Tabletten, einer Salbe oder eines Badezusatzes. Er erhöht die Lichtempfindlichkeit der Haut. Anschließend erfolgt die Bestrahlung der weißen Hautflecken mit UVA-Licht, um das Wachstum neuer Pigmentzellen zu fördern.

Bei der Melanozyten-Transplantation werden gesunde Pigmentzellen an einer eher unauffälligen Körperstelle (z. B. in der Leiste) entnommen und in einem Reagenzglas gezüchtet. Anschließend werden sie auf die mit einem Laser vorbehandelte Haut aufgetragen. Etwa eine Woche lang heilen die neuen Melanozyten an, bevor die Haut anschließend mit UV-Licht bestrahlt wird, um die Pigmentbildung anzuregen.

Tipps für den Alltag mit Vitiligo

Ein wichtiger Faktor bei der Behandlung von Vitiligo: Der Lebensstil. Versuche, emotionalen Stress bestmöglich zu vermeiden, indem du beispielsweise Entspannungstechniken erlernst. 
Wichtig ist auch, dass du die empfindlichen Hautstellen vor Sonnenlicht schützt. Verwende dazu Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor. Gut geeignet ist die Oil Control Body Dry Touch Sun Gel-Creme mit LSF50+. Sie bietet sehr hohen Sonnenschutz für den Körper und ist gut verträglich. Die Haut im Gesicht schützt du am besten mit einer Sonnencreme, die genau auf die Bedürfnisse dieser Region abgestimmt ist. Die Sensitive Protect Face Sun Creme LSF50+ mit ADVANCED SPECTRAL TECHNOLOGY bewahrt empfindliche Gesichtshaut vor UVA- und UVB-Strahlung und HEV-Licht. Versuche zusätzlich, starkes Sonnenlicht zu meiden und dich im Schatten aufzuhalten – speziell in der Mittagshitze zwischen 11-15 Uhr, denn da ist die UV-Strahlung oft stärker als am Rest des Tages. UV-Kleidung und ein Sonnenhut schützen deine Haut zusätzlich.
Wer die weißen Flecken kaschieren möchte, kann zu deckendem Make-up greifen. Als Grundlage eignet sich die HYALURON-FILLER CC Cream Hell mit LSF15. Sie korrigiert den Teint und pflegt die Haut zusätzlich mit Hyaluronsäure. Die Creme gibt es für verschiedene Hauttypen (hell und mittel).

 

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