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Ulzeröse Hauteffekte

Ein Ulcus ist ein tiefgreifender Hautdefekt, der die Basalmembran der Epidermis durchbricht und sich bis in die Dermis oder Subcutis erstrecken kann. Die Abheilung erfolgt nach Abstoßen des nekrotischen Gewebes unter Bildung einer bindegewebigen Narbe.

Das Ulcus kann sowohl aus einer örtlichen Hautschädigung als auch aus einer Allgemeinerkrankung resultieren. Mögliche zugrundeliegende Mechanismen der Hautschädigung, die zur Ulcusentstehung führen oder dazubeitragen, sind:


Arterielle und venöse Durchblutungsstörungen
Hier ist vor allem das Ulcus cruris (Unterschenkelulcus) zu nennen, das in 90 Prozent der Fälle durch eine chronisch-venöse Insuffizienz bedingt ist. Das arterielle Ulcus wird durch arteriell bedingte Durchblutungsstörungen verursacht.

Mechanische Traumen wie Druckgeschwüre
Ein Dekubitus (Druckgeschwür) entsteht durch eine längerfristige, äußere Druckeinwirkung auf ein begrenztes Hautareal mit dadurch bedingter Minderdurchblutung. Meist tritt ein Dekubitus bei bettlägrigen Menschen auf, die sich aufgrund ihrer schweren Erkrankung nicht oder kaum bewegen können, zum Beispiel komatöse oder immobilisierte Patienten.


Besondere Ulcusform: Der "Diabetesche Fuß"
Bei dieser Ulcusform kommt es durch diabetesbedingte Nervenschädigungen zu einer Fehlbelastung des Fußes. Dies führt in Kombination mit Durchblutungs- und Wundheilungsstörungen häufig zu unbemerkten Druckgeschwüren mit sekundärer bakterieller Infektion.

Die Druckgeschwüre (Malum perforans) infolge einer diabetischen Nervenschädigung entstehen an der Sohle des Vorderfußes. Sie beginnen meist mit Schwielenbildung.

Physikalische, chemische und mikrobielle Noxen
Zu den physikalischen Noxen gehört zum Beispiel die Strahlentherapie. Auch chemische Einwirkungen, besonders durch Alkalien (Laugen), können zu ulcerösen Hautschäden führen. Mikrobiell verursachte Ulcera sind in Europa sehr selten. Sie treten häufiger in tropischen Ländern auf.

Therapie und therapiebegleitende Pflege des Ulcus
Neben der medikamentösen, physikalischen und chirurgischen Ulcustherapie empfehlen sich zur Prävention und zur Therapiebegleitung ulceröser Hautveränderungen folgende medizinische Hautpflegemaßnahmen:



Ulcus cruris venosum an typischer Lokalisation (Unterschenkel, mediale Seite)