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Lichtschutz nach therapeutischer Behandlung

Nach Akne-Behandlung, Schälkuren und Behandlung der vorzeitigen Hautalterung (Dermatoheliose)
Bei Aknepatienten mit lichtgeschädigter Haut wurde beobachtet, daß sich unter Tretinoinanwendung nicht nur die Akne bessert, sondern auch eine Rückbildung der Lichtschäden erfolgt: und zwar klinisch und histologisch. Nachweisbar werden Präkanzerosen zur Abstoßung gebracht. Durch den erwünschten Schäleffekt wird die Haut dünner und damit lichtempfindlicher und muß vor Sonnenbestrahlung geschützt werden. Alle Pflegepräparate müssen reichlich Feuchthaltefaktoren anbieten.

Chronischer Lichtschaden zeigt sich in dünner, trockener, schuppiger, juckender Haut mit schlaffem Bindegewebe, Elastose, aktinischer Keratose, Falten und Altersflecken. Die Behandlung der vorzeitigen Hautalterung mit Retinsäure (Tretinoin, Vitamin-A-Säure, Fruchtsäure) wirkt keratolytisch, antikanzerogen und bei oraler Anwendung antiseborrhoisch.

Feuchthaltefaktoren sind körpereigene Substanzen, die imstande sind, das Wasser in der Hornschicht zu halten. Diese Stoffe entstammen dem Schweiß und Talgdrüsensekret (u.a. Harnstoff, Salze, organische Säuren) und aus dem Verhornungsprozeß der Keratinozyten (z.B. Pyrrolidoncarbosäure)

Bei Medikamenteneinnahme
Viele Medikamente können eine photodynamische Reaktion auslösen, diese Reaktionen können phototoxisch und/oder photoallergen sein. An erster Stelle sind hier Antibiotika der Tetracyclingruppe zu nennen, gefolgt von Sulfonamiden und bestimmten Substanzgruppen in Antidiabetika, Diuretika, Neuroleptika, Antidepressiva und Antirheumatika. Auch lokal angewandte Medikamente können solche unerwünschten Wirkungen zeigen. Deshalb ist bei jeder Lichtdermatose eine Arzneimittel-Anamnese erforderlich! Selbstverständlich müssen diese Patienten einen adäquaten medizinischen Sonnenschutz mit hohem LSF erhalten, der auf den jeweiligen Hauttyp abgestimmt sein muß.

Bei Narben, sowie nach Laserbehandlungen
wird konsequenter Lichtschutz mit einem hohen LSF empfohlen, hier sind besonders Produkte mit Mikropigmenten angezeigt, da diese Schutzfilter nicht in die Haut penetrieren und die betroffenen Hautstellen nicht zusätzlich beanspruchen.