Die hauteigene PhotoprotektionDurch Sonnenstrahlung wird eine Reihe positiver Wirkungen auf den Organismus ausgelöst: Vitalität und Wohlbefinden werden gesteigert, Kreislauf und Stoffwechsel kommen in Schwung und die Bildung von Vitamin D wird angeregt. Für dieses "Wohlbefinden” reichen geringe Dosen an Sonnenstrahlen aus. Durch eigene Schutzmechanismen verfügt die Haut über die Fähigkeit, sich vor den negativen Effekten der UV-Strahlung zu schützen. Hierzu gehören:
Die Ausbildung von Pigmentierung und Lichtschwiele zur hauteigenen Photoprotektion benötigen einen Zeitraum von etwa 2 bis 4 Wochen bei geringer UV-Strahlendosis. Pigmentbildung (Melaninsynthese) |
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Pigmentierungstypen: Die individuelle Empfindlichkeit des Menschen bezüglich der UV-Strahlung und der Ausbildung eines Sonnenerythems wird durch die Dicke der Hornschicht und den Pigmentgehalt der Haut bestimmt. Unter Europäern werden 4 Gruppen von Pigmentierungstypen unterschieden: | |
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In der Epidermis bildet Melanin einen natürlichen Sonnenschutz, indem die Pigmente die Strahlungsenergie durch Streuung und Absorption mindern. Die Neubildung von Melanin wird stimuliert (indirekte Pigmentierung).
Die direkte Pigmentierung oder Sofortpigmentierung wird hauptsächlich durch UVA-Strahlung ausgelöst: Farbschwache Melaninvorstufen werden durch die Oxidation nachgedunkelt. Diese Sofortbräunung der Haut ist jedoch wenig dauerhaft und bietet keinen ausreichenden Sonnenschutz. Aus den Melanozyten erfolgt über die sogenannte Pigmentierungseinheit (ein Melanozyt pro 36 Keratinozyten) ein Transfer der Melanosomen in die epidermalen Keratinozyten. Das freigesetzte Melanin legt sich zum Schutz der DNS um die Zellkerne. Mit den Epidermiszellen wandert das Pigment anschließend zur Hautoberfläche. Möglicherweise wird durch einen Feedback-Mechanismus, der über die zur Melaninbildung notwendige erhöhte Aktivität des Enzyms Tyrosinase ausgelöst wird, auch die Zellerneuerung verlangsamt und somit die Verdickung der Hornschicht und die Ausbildung der sogenannten Lichtschwiele erreicht. |
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Lichtschwiele Bei der Exzisionsreparatur (dark repair) werden geschädigte DNA-Stellen von Enzymen erkannt und ausgeschnitten. Durch enzymatische Synthese wird die DNA durch intakte DNA-Stücke ergänzt. |
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Wird die Haut jedoch zu lange und ungeschützt der Sonne ausgesetzt wie z.B. im Urlaub, ist die hauteigene Photoprotektion unzureichend und die DNA-Repairmechanismen sind überfordert. Entweder sterben die Zellen aufgrund zu hoher Strahlenschäden ab oder sie entarten und geben falsche genetische Informationen weiter. So kommt es zur Ausbildung chronischer Lichtschäden mit solaren Elastosen, Präkanzerosen und Spinaliomen. Diese chronischen Lichtschäden sind im Gegensatz zu den akuten Lichtschäden (Sonnenerythem) irreversibel.
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Solare Elastose: Schädigung des Bindegewebes und Atrophie der Hautzellen durch chronische hochdosierte UV-Strahlung. Spinaliome: Hautkarzinome als Folge übermäßiger, kumulativer UV-Exposition. |
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