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Die Hautanhangsgebilde

Zu den Hautanhangsgebilden gehören Nägel, Haare und Drüsen (Glandulae cutis). Sie entstehen aus Einsenkungen der Epidermis (Oberhaut) in die Dermis (Lederhaut)

Nägel
Die Nägel sind Hornplatten, die fest auf dem Nagelbett aufsitzen. Sie sind etwa 0,5 mm dick und lassen sich in den vorderen freien Rand – den Nagelkörper – und die in einer Hauttasche liegende Nagelwurzel unterteilen.

Haare
Das Haar unterteilt man in den aus der Haut herausragenden Haarschaft und die Haarwurzel. Letzterer ist am Ende zur Haarzwiebel (Bulbus) verdickt, die mit der darunter befindlichen sogenannten dermalen Haarpapille für die Versorgung, Bildung und das Wachstum des Haares verantwortlich ist. Eine dermale, bindegewebige Wurzelscheide umgibt die gesamte Haarwurzel und bildet zusammen mit dieser eine als Haarfollikel oder Haarbalg bezeichnete Einheit. In den infundibulären Teil des Haarfollikel münden die Talgdrüsen.
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Glandulae cutis
Zu den Drüsen der Haut (Glandulae cutis) werden die Schweiß-, Duft-, Talg- und Milchdrüsen gezählt. Die Talgdrüsen sind fast immmer an Haarfollikel gekoppelt, durch deren trichterförmige Einmündung ihr lipidhaltiges Sekret an die Hautoberfläche gelangt. Die Talgdrüsengröße und damit die Talgdrüsensekretion ist je nach Körperregion unterschiedlich. So findet man zum Beispiel im Gesicht größere Talgdrüsen als an Armen und Beinen. Ein wichtiger Einflußfaktor für die Talgdrüsenaktivität sind die Androgene.

Talg- und Schweißdrüsen gehören zu den sogenannten exokrinen Drüsen (exo = außen, heraus/griech.), was bedeutet, daß diese Drüsen ihr Sekret direkt an eine Oberfläche wie beispielsweise die Haut abgeben. Dies geschieht bei den Talgdrüsen unter komplettem Zerfall der stark lipidhaltigen Zellen. Durch Teilung der Basalzellen wird stets Nachschub gebildet (holokrine Drüsen). Bei den apokrinen Drüsen, wie der Brustdrüse oder den Schweißdrüsen der Axilla (Achsel), werden nur die außen gelegenen Teile des Zell-Leibes mit dem Sekret abgestoßen. Die Zellen der ekkrinen Drüsen, wie die kleinen Schweißdrüsen der Haut, zeigen keinen Verlust von Zytoplasma nach der Sekretabsonderung.

Zusammen mit den Schweißdrüsen liefern die Talgdrüsen wichtige Substanzen, die – neben den epidermalen Lipiden – den Hydrolipidfilm bilden.



Schematische Darstellung des Follikelapparates. Haar und Talgdrüse bilden eine strukturelle und funktionelle Einheit.
1 Haarschaft
2 Talgdrüse
3 Bulbus
4 Haarpapille
5 Schweißdrüse



Mit Ausnahme von Handinnenflächen und Fußsohlen finden sich überall auf der Haut Talgdrüsen. Im Gesicht sind sie größer als an Armen oder Beinen.


Das Sekret der Talg- und Schweißdrüsen enthält wichtige Substanzen, die u.a. den Hydrolipidfilm bilden.