Chemische und physikalische Lichtschutzfilter
Bei Sonnenexposition sollten zur Unterstützung des Eigenschutzes der Haut geeignete Sonnenschutzprodukte verwendet werden. Die wesentlichen Bestandteile eines Lichtschutzproduktes sind die Filtersubstanzen, die wie ein Schutzschild zwischen der Sonne und der Haut wirken.
Grundsätzlich wird zwischen physikalischen und chemischen Lichtschutzfiltern unterschieden:
- Physikalische Lichtschutzfilter sind anorganische Substanzen, die an ihrer Oberfläche einfallende UV-Strahlen reflektieren und/oder streuen und nicht die Haut penetrieren. Dies sind normalerweise mineralische Pigmente, wie z.B. Titandioxid. Ein wesentlicher Fortschritt sind mikronisierte Pigmente mit einer Teilchengröße von 10 bis 50 nm. Verarbeitet in einer geeigneten Grundlage (Creme, Lotion) stellen diese einen kosmetisch nicht störenden, physikalischen Lichtschutz dar.
- Chemische Filter sind organische, aromatische Verbindungen, die UV-Strahlung absorbieren können. Je nachdem, welcher Wellenbereich absorbiert wird, differenziert man in UVB-, UVA-Filter und Breitbandfilter. Die absorbierte Energie wird als Wärmestrahlung wieder abgegeben.
Nicht alle Sonnenschutzprodukte verhindern das Auswandern der Langerhanszellen und die Ausschüttung des systemischen Immunsuppressors Interleukin 10 (IL-10). Sonnenschutzprodukte mit dem Lichtschutzfilter "Octyl Triazone”, wie die Produkte der Serie Eucerin® Sonnenempfindliche Haut (Schutz Lotion, Schutz Creme, Schutz Gel, Antiageing Gesichtscreme, Schutz Spray, Kinder Schutz Lotion und Kinder Schutz Creme), schützen die Langerhanszellen der Epidermis vor der immunsuppressiven Wirkung der UVB-Strahlen und gewährleisten somit einen effektiven Immunschutz.
Ein medizinisch wirksamer UV-Schutz wird durch eine Kombination von UVA- und UVB-Filtern (sogenannte Breitbandpräparate) mit dem Zusatz von Antioxidantien erreicht, die die Bildung Freier Radikale reduzieren.
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nach W. Raab, 1993 Schematische Darstellung der Wirkung von chemischen Sonnenschutzfiltern und mineralischen Mikropigmenten.
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Meßbarer Schutzeffekt von Sonnenschutzprodukten
UVB-Schutzfaktor:
Der UVB-Lichtschutzfaktor (LSF) eines Sonnenschutzmittels wird seit 1997 nach der COLIPA-Norm, einer neuen, standardisierten, europaweiten Methode bestimmt. Die ermittelten, reproduzierbaren Einzelergebnisse zeigen die hohe Zuverlässigkeit der COLIPA-Methode. Diese Vereinheitlichung ermöglicht den Anwendern, bei gleichem UVB-Lichtschutzfaktor europaweit eine vergleichbare Produktleistung zu erhalten.
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UVA-Schutzfaktor:
Da die Auswirkungen von UVA-Strahlung auf die Haut Langzeiteffekte sind, fehlt eine allgemein akzeptierte Methode zur Bestimmung eines UVA-Schutzfaktors. Deshalb existierte lange Zeit kein einheitlicher Standard. In Australien entwickelte die dortige Zulassungsbehörde ein photometrisches Verfahren zur Abschätzung der Reduktion der UVA-Strahlung, welches reproduzierbare, zuverlässige Meßwerte liefert. Dieser weltweit einzig existierende Standard (Australischer Standard AS 2604:93) fordert von Sonnenschutzprodukten eine UVA-Strahlen-Absorption von mindestens 90%.
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Wasserfestigkeit
Die Schutzleistung im Wasser die Wasserfestigkeit ist von großer Bedeutung, da Wasser UV-Strahlen durchläßt. Die Prüfung der Wasserfestigkeit gibt keine Information hinsichtlich der Reibungsfestigkeit eines Produktes an. Durch Reibung, wie z.B. Abtrocknen bleiben bis zu 80% des Sonnenschutzproduktes im Handtuch. Nach dem Baden sowie nach dem anschließenden Abtrocknen muß deshalb erneut eingecremt werden, auch bei wasserfesten Sonnenschutzprodukten.
Konsequenter, optimaler Lichtschutz erfordert die Kombination von wirksamen medizinischen Sonnenschutzprodukten und weiteren Maßnahmen wie das Tragen von lichtschützenden Textilien.
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Photostabilität:
Lichtschutzfilter können u.a. durch Lichteinwirkung und durch den Einfluß hauteigener Enzyme instabil weden. Untersuchungen haben gezeigt, daß z.B. Benzophenone eine sehr hohe Photostabilität aufweisen, andere Filtersubstanzen wie z.B. Octyl-dimethyl-PABA zersetzen sich rascher. Aufgrund der Tendenz zu hohen Lichtschutzfaktoren in Sonnenschutzprodukten sollten Substanzen verwendet werden, die auch UV-stabil sind.
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