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Eine wesentliche Ursache tiefer Falten:
Die Abnahme der Hyaluronsäure

Mit zunehmendem Alter kommt es zu einer deutlichen Abnahme des Gehaltes an Hyaluronsäure  in der Haut. Hyaluronsäure-Moleküle bilden den Hauptbestandteil der zwischen den Hautzellen liegenden Bindegewebs-Matrix. Ein Hyaluronsäure-Mollekül kann enorme Mengen Flüssigkeit binden und sein Volumen um das 30fache vergrößern. Die Hyaluronsäure wird von der Haut selbst in der Dermis durch Bindegewebszellen, den Fibroblasten, produziert. Sie ist verantwortlich für ein festes, aufgepolstertes Bindegewebe. Eine Abnahme der Hyaluronsäure geht mit einem Volumenverlust des Bindengewebes einher – die Folge: Falten entstehen. Diese „hautaufpolsternde“ Wirkung der Hyaluronsäure macht sich auch die kosmetische Dermatologie bei der Bekämpfung von Falten zu nutze.  

Lichtbedingte vorzeitige Hautalterung

Spannung, Elastizität und Regenerationsfähigkeit lassen in stark lichtexponierten Bereichen wie dem Gesicht schon bedeutend früher nach, als dies in lichtgeschützten Hautarealen im Zuge der physiologischen Hautalterung geschieht. Die Stärke der Faltenbildung ist dabei abhängig vom Hauttyp. Während Personen mit hellem Hauttyp ein höheres Risiko für Hautschäden durch UV-Strahlung haben, sind Personen mit dunklerem Teint und dunklen Haaren weniger gefährdet. Die Ursache der vorzeitigen Hautalterung ist eine Schädigung der Dermis durch UV-Strahlen. Eine wesentliche Rolle spielen hier die UVA-Strahlen, die bis in tiefe dermale Schichten eindringen. UVA- Strahlen bewirken eine Veränderung der elastischen Fasern in der Dermis und tragen so zur so genannten Solarelastose – der lichtbedingten Degeneration der elastischen Fasern und der Bindegewebsfasern – bei.



Faltenbildung und Elastizitätsverlust durch lichtbedingte Hautalterung

Nachlassende Kollagenproduktion

Kollagene sind mit ca. 60 % der Hauptbestandteil, also das „Füllmaterial“ des Bindegewebes. Mit zunehmendem Alter sinkt die Syntheserate von Kollagen in den so genannten Fibroblasten, während die Syntheserate von Kollagenasen (Kollagen abbauenden Enzymen) ansteigt. Dies führt dazu, dass der Kollagengehalt der Haut, mitverantwortlich für ein straffes Hautbild, pro Lebensjahr durchschnittlich etwa um 1 % abnimmt. Das Bindegewebe erschlafft. Die Haut und die Gesichtskonturen verlieren ihre Form und Festigkeit. Der Zustand des sichtbar geschädigten Bindegewebes wird im anglo-amerikanischen Sprachraum oft mit dem Begriff „sagging“ charakterisiert: Einzelne Hautpartien hängen „sackartig“ herunter.



Nachlassende Zellregenerationsfähigkeit
Eine der wichtigsten Ursachen der Faltenbildung ist die abnehmende Zellaktivität und dadurch die verminderte Zellregeneration. Die Stoffwechselvorgänge werden langsamer. Die Haut verliert verstärkt Feuchtigkeit, ihre Elastizität und Widerstandskraft nehmen ab. Empfindliche Gesichtshaut neigt besonders schnell zu Faltenbildung. Falten entstehen früher und sind oftmals stärker ausgeprägt. Deshalb benötigt sie Pflegeprodukte, die das Energieniveau der Zellen erhöhen und die Regeneration der Hautzellen unterstützen.

Hyperpigmentierungen
Neben den UV-bedingten Veränderungen der Hautstruktur kommt es mit zunehmendem Alter – etwa ab dem 30. Lebensjahr – auch zu Veränderungen der Hautpigmentierung. Der Teint erscheint unregelmäßig gebräunt. Solche so genannten Hyperpigmentierungen, im Volksmund auch Altersflecken genannt, können großflächig oder auch kleinflächig und klar umgrenzt sein. Sie entstehen durch erhöhte Melaninproduktion und unregelmäßige Ablagerung und Speicherung von Melanin in den Epidermiszellen und sind zumeist hormonell bedingt (Schwangerschaft, orale Kontrazeptiva, Hormonersatz- therapie). Neben UV-Exposition spielen auch eine genetische Disposition und das zunehmende Lebensalter bei der Entstehung von Hyperpigmentierungen eine Rolle.

Nachlassende Papillendichte
Während in der obersten Hautschicht, dem Stratum corneum, mikroskopisch kaum Unterschiede zwischen alter und junger Haut zu erkennen sind, finden die Veränderungen vor allem in der Epidermis und der Dermis statt: Die Epidermis wird mit zunehmendem Alter dünner, die exakte Anordnung ihrer einzelnen Zellschichten geht verloren. Durch eine Verminderung der epidermalen Stammzellen (Basalzellen) kommt es zu einer Abflachung des Grenzbereichs zwischen Epidermis und Dermis. Diese dermo-epidermale Junktionszone besteht aus einer festen Verzahnung von dermalen Papillen und epidermalen Ausbuchtungen.

   
Hohe Papillendichte                              Geringe Papillendichte


Papillen versorgen die Epidermis mit Nährstoffen
Die Papillen, kleine Ausbuchtungen der Dermis in die Epidermis, sind wesentlich für die Hautfestigkeit verantwortlich. Sie bestehen aus elastischen Fasern (Kollagen und Elastin) und enthalten in ihrem Zentrum Blutkapillaren, die die Epidermis mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgen. Ab dem 25. Lebensjahr flachen diese zapfenförmigen Strukturen zunehmend ab und ihre Anzahl verringert sich. Die Versorgung der Epidermis mit Nährstoffen lässt nach. Dieser biologische Prozess wird durch Fältchen und Linien sichtbar; der Teint sieht müde, fahl und ungleichmäßig aus.



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